Zum Autor

Rolf Kickuth (Jahrgang 1952) ist von der Ausbildung her Chemiker, von Beruf und Berufung Wissenschaftsjournalist. Er schrieb ab Ende der 1970er Jahre u. a. für die FAZ, Welt, Bild der Wissenschaft, war Mitte bis Ende der 1990er Jahre Chefredakteur des Informatik Spektrum (Zeitschrift der Gesellschaft für Informatik (GI). Etliche Jahre in den 1980ern war Kickuth auch Redakteur der Schweizer Wochenzeitung „Chemische Rundschau“, ab 1990 deren Redaktionsleiter in Deutschland. Er ist seither Verleger im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, u. a. der 1950 von Wilhelm Fresenius mitbegründeten Zeitschrift CLB (Chemie für Labor und Biotechnik). 


Für die Produktion dieses Buchs fanden jahrzehntelange berufliche Erfahrung im Journalismus allgemein, in künstlicher Intelligenz sowie in der Wissensvermittlung ihre Symbiose. Einen ersten Kontakt mit der Informatik und mit Computern hatte der Autor 1976 an der Universität Erlangen. Dort lernte er die Programmiersprache „Fortran IV“ und nutzte dafür den Universitätsrechner, ein Telefunken TR440-Computer. Als der TR 440 1969 herauskam, war er der schnellste Rechner, der je in Europa entwickelt worden war. Der Erlanger Rechner war als einziger von insgesamt 46 produzierten Anlagen mit einem Dreifach-Prozessor ausgerüstet – und wohl mit ein Grund dafür, dass ein US-amerikanischer Wissenschaftler für viele Jahre nach Erlangen wechselte: Paul von Ragué Schleyer (1930-2014). Der Professor für organische Chemie erhielt in der Frankenstadt mehr Rechenleistung und -zeit als seinerzeit in den USA. 1993 gründete er dort das Computer-Chemie-Centrum. Der TR440-Rechner wurde übrigens noch mit Lochkarten programmiert, gab seine Ergebnisse über einen Schnelldrucker aus. 1985 erwarb der Autor seinen ersten PC, einen IBM-kompatiblen MSDOS-Rechner mit 8088-Prozessor und komfortablen 640 Kilobyte Hauptspeicher, ohne Festplatte, mit zwei 5 1/4-Zoll-Diskettenlaufwerken. 


Das Interesse für künstliche Intelligenz verfestigte sich, nachdem Rolf Kickuth Ende der 1980er Jahre auf einige Artikel über künstliche neuronale Netze stieß – über physikalisch-chemisch ausgerichtete Medien, in denen es u. a. um Spingläser ging.-Danach folgten die Gründung von „Agentur und Verlag Rubikon“ sowie Gründung und Herausgabe der Zeitung AXON.


Der Autor vermeidet nach Möglichkeit, in Informationsblasen zu versinken, lenkt das Denken in neuen Ausrichtungen. So legte er früh seine – anerzogene – Religiösität ab, unterstützt Bestrebungen des evolutionären Humanismus (Weltanschauung naturalistischer Prägung) sowie die Verbreitung wissenschaftlichen Denkens. Auch in der Freizeit eröffnet er sich gerne neue Räume, genießt die zumindest subjektiv empfundene Freiheit, sei es durch Waldlauf, Tauchen oder als Pilot eines Tragschraubers. 

© 2020 Rolf Kickuth